Goitzschelandschaft

Donnerstag, 12. August 2010




Eine Erklärung für diesen Spruch ist die nachfolgende Geschichte:
In Magdeburg weilte einmal ein seltsamer Zauberer. Dieser ließ vor vielen Zuschauern ein sehr kleines Pferdchen in einem Ringe tanzen. Am Ende des Spieles beklagte sich der Zauberer über die undankbaren Zuschauer, die seine Künste so wenig honorierten. Besonders Magdeburg habe er satt und wollte jetzt über Bitterfeld gen Himmel ziehen, ob vielleicht seine Sache dort besser stehe. Als er diese Worte gesprochen hatte, warf er die Zügel des Pferdchens in die Höhe. Das Pferdchen folgte den Zügeln. Der Zauberer ergriff das Pferd beim Schwanze, die Frau ihren Mann bei den Füßen, die Magd die Kleider der Frau, und so fuhren alle nach oben dahin. Der Zauberer rief noch, ehe alle verschwanden: „Seh'n wir uns nicht in dieser Welt, dann seh'n wir uns in Bitterfeld!“ Die Zuschauer aber standen und hielten den Mund offen wegen dieses Wunders.[4]

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